Saisonbericht ADAC Slalom Youngster Cup 2025
Klasse Einsteiger – LEAN WEIGEL

Der ADAC Slalom Youngster Cup (SYC) ist eine recht preisgünstige Einsteigerserie in den Autoslalomsport für ab 15-Jährige, die deutschlandweit von den ADAC-Regionalclubs organisiert wird. Gefahren wird in Nordbayern mit zwei Opel Corsa, die komplett unter der Regie des ADAC Nordbayern gewartet, instand gehalten und jeweils in optimalem Zustand zu den einzelnen Veranstaltungen gebracht werden. Das vereinfacht den Einstieg in den automobilen Motorsport doch erheblich. Vor Beginn der eigentlichen Saison finden Lehrgänge statt, in denen man das Auto- und das Slalomfahren lernt.
Die Wettbewerbe finden meist auf großen Parkplätzen/Autohöfen, aber auch Flugplätzen statt.
Die Teilnehmer von 15-18 Jahren starten in der Einsteiger-Klasse, die älteren bis 23 in der Rookie-Klasse, es zählt immer der Geburtsjahrgang.
Je nach Zeitplan des Veranstalters gibt es nach manchen Veranstaltungen die Möglichkeit, an einem freien Training teilzunehmen.
Ich selbst bin 2023 als Motorsportneuling in die Serie eingestiegen, die Lehrgänge habe ich absolviert, als ich noch 14 war, erst kurz vor dem ersten Wettbewerb bin ich 15 geworden und war somit teilnahmeberechtigt.
Meine Kollegen in der Serie hatten meist schon etliche Jahre Jugend-Kart-Slalom-Vorerfahrung, kannten den Ablauf, der beim SYC dem beim Kartslalom sehr ähnlich ist: Zunächst läuft man den Parcours ab und prägt ihn sich ein. Dann gibt es einen Trainingslauf zum Kennenlernen der Strecke mit Auto, gleich gefolgt vom ersten Wertungslauf. Nachdem alle Teilnehmer gefahren sind, folgt für alle der zweite Wertungslauf.
Die Wettbewerbserfahrung hat mir leider gefehlt, ich bin meinen ersten Kartslalom erst nach meinen ersten Autoslalomturnieren gefahren, trotzdem habe ich mich mittlerweile ganz gut in den Slalomsport eingefunden. Es macht nicht nur Spaß, sondern die gesammelte „Fahrpraxis“ hat auch dazu geführt, dass ich nur sehr wenige Fahrstunden für meinen Führerschein benötigt habe.
Genaueres über die Serie kann man auf den Seiten des ADAC Nordbayern nachlesen, ADAC Nordbayern: ADAC Nordbayern Slalom Youngster Cup
Slalomlehrgang auf dem Verkehrsübungsplatz Lechner/Fürth am 03.05.2025
Heuer startete ich in meine dritte Saison SYC, und wie jedes Jahr trafen wir uns zum Auftakt zum Slalomtraining am Verkehrsübungsplatz Lechner in Fürth. Noch nie waren wir so viele Teilnehmer, noch nie so viele Neulinge.
In diesem Jahr gab es Neuerungen: Alle Rennen waren als Doppelveranstaltungen angesetzt, anders als in den Vorjahren, aber teilweise von zwei verschiedenen Veranstaltern. Das heißt, man hat eine vollständige Veranstaltung mit Trainings- und zwei Wertungsläufen am Vormittag, und eine weitere mit nochmaligem Trainings- und zwei Wertungsläufen am Nachmittag. Der Parcours ist bei beiden Veranstaltungen ähnlich, aber nicht identisch.
Und dann noch: die beiden Opel Corsa wurden heuer von einer anderen Werkstatt gewartet und für die Rennen vorbereitet – daher ergab sich u.a. eine neue Fahrwerkseinstellung; für mich fuhren sich die Autos sehr gut!
1.+2. Rennen in ANSBACH -Autohof (großer Parkplatz) am 17.05.25


Der weitläufige Parcours in Ansbach auf dem großen Platz war dem vom Vorjahr ähnlich, was aber auch nicht viel zu sagen hat. „Lernen“ muss man ihn genauso. Beim ersten Rennen war ich in beiden Wertungsläufen etwas langsam, beim zweiten erwischte ich leider nicht nur im Trainingslauf, sondern auch im ersten Wertungslauf eine Pylone (blöderweise auch noch dieselbe). Es ergab sich für mich zweimal Platz 4.
Die Plätze 1 bis 5 gingen in beiden Läufen an dieselben Teilnehmer, nur in unterschiedlicher Reihenfolge.
3. + 4. Rennen in KNETZGAU – Autohof (großer Parkplatz) am 31.05.25
Auch hier war der Parcours ähnlich gestellt wie 2024. Beim Ablaufen merkte man schon, dass die Bodenwellen auf dem Platz von Jahr zu Jahr mehr und größer werden. Dank der neuen Fahrwerkseinstellung machten sie sich wesentlich weniger negativ bemerkbar beim Fahren – bzw. vor allem beim Bremsen. Man musste also die Bremspunkte nicht nach den Bodenwellen legen.
Zum Glück durfte ich bei beiden Veranstaltungen hinter den stärksten Mitbewerbern starten, somit konnte ich jeweils nach einem guten ersten Wertungslauf im zweiten auf Sicherheit fahren, da ich ja wusste, wie die anderen lagen.
Ergebnis: Zweimal 1. Platz, meine ersten beiden Saisonsiege!


Der Vierkampf, der sich über die ganze Saison hinziehen wird, war in Knetzgau bereits erkennbar – wiederum lagen Marvin, Andre, Jonah und ich dicht beieinander.
5.+6. Rennen in HÖCHSTADT/AISCH am 14.06.25 (Parkplatz Auwiesen)
In Höchstadt fuhr ich meine ersten beiden Rennen nach frisch bestandener Führerscheinprüfung (BF17)!
Beim Ablaufen des Parcous habe ich gemerkt, dass drei Pylonen auf dem Gras unmarkiert herumstanden, nicht als Strecke deklariert und auch nicht auf dem Streckenplan eingezeichnet waren, sie standen wohl nur zur optischen Abgrenzung (Cut-Schutz). Viele Kollegen haben diese „umgeworfen“, was daher straflos blieb. Abkürzen versprach dort aber eine erheblich schnellere Zeit, da man zwei 90-Grad-Kurven (links-rechts-Kombination) vermeiden konnte – und man kam sogar 2x an der Stelle vorbei! Also habe ich die Pylonen beim ersten Vorbeifahren mitgenommen (hatte Glück, dass die Pylonen keine anderen Pylonen wiederum umgeworfen haben), beim zweiten Vorbeifahren hatte ich dann freie Fahrt! Ergebnis: ich habe lediglich einfach das Reglement ausgenutzt und so mit Abstand die beste Laufzeit erzielt.
Nach dem ersten Wertungslauf gab es dann eine „außerordentliche“ Fahrerbesprechung, die Pylonen wurden zum Streckenbestandteil erklärt, Abkürzen war dann nicht mehr erlaubt.
Mir gelang ein ordentlicher zweiter Wertungslauf – ich hatte ja ein gutes Zeitpolster. So konnte ich die erste Veranstaltung in Höchstadt für mich entscheiden.
Und beim zweiten Rennen – es musste ja ganz „regulär“ gefahren werden- konnte ich ebenfalls mit guten Wertungsläufen den Sieg einfahren, also meinen vierten in der sechsten Saisonveranstaltung.
Kartslalom „zwischendurch“ in Hammelburg am 12.07.25
Am 12. Juli stand dann der Heim-270er-Kart-Slalom an: Das letzte Mal Kartslalom war ich genau ein Jahr zuvor gefahren. Trainiert habe ich auch nur kurz am Vortag. Trotzdem hat es für einen 3. Platz in der AK2 gereicht.
7. + 8. Rennen in FEUCHTWANGEN (Festplatz) am 06.07.25
Warum auch immer, mag ich den Kurs in Feuchtwangen nicht, weder in meinem ersten Jahr 2023, noch letztes Jahr 2024. Und auch dieses Jahr, in meiner dritten Saison, hatte ich meine Schwierigkeiten. Ich komme dort einfach nicht zurecht, weiß nicht, woran das liegt.
Bei der ersten Veranstaltung hatte ich im ersten Wertungslauf auch gleich zwei Pylonenfehler und daher 6 Strafsekunden. Das lässt sich natürlich auch nicht mehr mit einem fehlerlosen zweiten Wertungslauf gutmachen. Ergebnis: 10. Platz.
Bei der zweiten Veranstaltung an dem Tag lief es etwas besser und ich blieb fehlerfrei, war aber nicht besonders schnell unterwegs, schaffte es am Ende noch auf den 3. Platz.
In der Gesamtwertung lagen die ersten vier nun noch enger zusammen.
9. + 10. Rennen SPARNECK/BINDLACH (Volksfestplatz Bayreuth) am 20.07.
Marvin und Jonah, zwei meiner stärksten Konkurrenten waren aufgrund von Klassenfahrten nicht dabei. Bei den 16 Saisonrennen gab es vier Streichergebnisse, so dass man durchaus mal eine Veranstaltung ohne Auswirkung auf die Gesamtwertung auslassen konnte.
Insgesamt starteten in Bayreuth nur 16 Teilnehmer in der Einsteiger-Klasse, was zur Folge hat, dass eine gute Platzierung für die Saisonwertung weniger Punkte als bei „Vollbesetzung“ gibt. Das muss man bei einem engen Feld auch bedenken.
Den Parcours in Bayreuth mag ich normalerweise recht gerne, er fordert einen immer etwas heraus.
Auch dieses Jahr war der Kurs recht schwierig/knifflig, man musste schon früh die Anfahrt auf die jeweiligen Slalom-Elemente vorbereiten und sich manchmal richtiggehend zwingen, Gas rechtzeitig wegzunehmen. Nach dem ersten Wertungslauf bei der ersten Veranstaltung war ich mit der Fahrt etwas unzufrieden, ich habe gemerkt, wo ich Zeit liegen gelassen habe. Trotzdem aber erzielte ich zu meiner Überraschung mit Abstand die schnellste Zeit. Im 2. Wertungslauf lief es dann auch gefühlt gut, insgesamt hatte ich 1,5 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten.
Beim zweiten Rennen dann wurde der Parcours wie üblich etwas umgestellt, was aber am Prinzip des Kurses nichts änderte. Nach dem erstem Wertungslauf des zweiten Rennens lag ich – weil ich ohne Grund einfach zu vorsichtig und langsam war - nur auf Platz 3. Im zweiten war ich dann zwar schneller, habe aber - leider völlig unnötig und umso ärgerlicher - eine Pylone beim langsamen Vorbeifahren mitgenommen. In Summe hat es aber immerhin noch für Platz 3 gereicht.
11. +12. Rennen PEGNITZ/WAISCHENFELD (Flugplatz Speichersdorf) am 02.08.
Slalom auf einer Startbahn ist immer etwas besonderes, da er sehr zügig ist, man keine „Runden“ dreht, sondern jedes Element maximal zweimal (Hinfahrt + Rückfahrt) fährt, aber eben aus unterschiedlicher Richtung.
So auch dieses Jahr in Speichersdorf. Der Kurs war wieder sehr schnell, flüssig zu fahren, hatte aber doch einige knifflige Stellen zu bieten.
Leider war ich einfach zu langsam, und es reichte für mich im ersten Rennen „nur“ für den vierten Platz – wobei es an der Spitze recht eng zuging. Jan Friedrich vom MSC Rhön, also ein Kollege, der in der Gesamtwertung nicht unter den ersten vier lag, fuhr seinen ersten Saisonsieg ein.
Bei der Nachmittagsveranstaltung gelangen mir zwei gute, schnelle Läufe, ich fuhr mit ihnen dann zu meinem sechsten Sieg im 12. Saisonlauf.
13. + 14. Rennen FALKENBERG (Flugplatz Erbendorf) am 30.08.25
Die Anfahrt führte an den beiden vorherigen Veranstaltungsorten vorbei, allerdings ging es nochmals ein ganzes Stück weiter – dafür mussten wir logischerweise auch noch früher los, die Abfahrt daheim war um 5.30 Uhr (!).
Der Flugplatz ist nicht ganz so weitläufig wie der in Speichersdorf, bietet aber eine schöne „Wendeschleife“, nicht nur eine recht spitze Kehre auf der Startbahn.
Es waren für mich zwei solide Veranstaltungen, ich belegte die Plätze 2 und 3.
Beim zweiten Rennen des Tages ist Jan wiederum sehr gut gefahren und Zweiter geworden , und hat daher dem „Vierkampf“ in der Spitze der Gesamtwertung Punkte „weggenommen“.
Das eigentlich im Anschluss an die Siegerehrung geplante freie Training musste leider abgesagt werden, da einer der Corsa einen Getriebeschaden erlitten hatte. Das war während der letzten Fahrer bereits absehbar, der Schaltvorgang wurde immer lauter und unpräziser. Der Corsa musste schließlich auf den normalen ADAC-Pannendienst-Abschlepper warten, der ihn dann zur Werkstatt, die die Corsa betreut, verbracht hat.
Zum Glück waren 3 Wochen Pause bis zur nächsten Veranstaltung, so dass ein wenig Zeit für die Reparatur zur Verfügung stand.
Auch nach diesen beiden Läufen war in der Saisonwertung noch lange nichts entschieden. Insgesamt sind wie erwähnt vier Streichergebnisse vorgesehen; bei der ADAC-Wertung kommen die besten drei Fahrer zum ADAC-Bundesendlauf weiter. Für die Teilnahme am dmsj-Endlauf ist die Wertung nach den Vorgaben des Bayerischen Motorsportverbandes relevant, zu der nicht alle Läufe zählen, sondern „nur“ eine Auswahl (Knetzgau, Ansbach, Sparneck/Bindlach, Pegnitz/Waischenfeld und Würzburg, es gibt 2 Streichergebnisse). Es qualifizierten sich nach den Vorgaben der dmsj im Jahr 2025 nicht wie in den Vorjahren die ersten 5 oder 6 der BMV-Wertung, sondern lediglich die besten drei Fahrer in Bayern.
Da an der Spitze beider Saisonwertungen seit Beginn ein Vierkampf herrschte, war noch gar nichts „sicher“. Es stand fest, dass sich erst bei den letzten beiden Saisonläufen entscheidet - nicht nur, wer Meister wird, sondern auch wer zu den beiden Bundes-Finalläufen (ADAC und dmsj) in Bopfingen fahren darf.
15. + 16. Rennen in WÜRZBURG (Brose-Mitarbeiterparkplatz) am 21.09.25
Das Schönste am Rennen ist tatsächlich die kurze Anfahrt 😊, wir mussten erst kurz vor 8 Uhr daheim los.
Zum ersten Mal in dieser Saison war wechselhaftes Wetter angesagt, nachdem die vorherigen Rennen allesamt bei Trockenheit gefahren werden konnten. Der Getriebeschaden des einen Corsa konnte in der Zwischenzeit repariert werden, so dass wiederum beide Autos zur Verfügung standen.
Das Gelände ist relativ klein und damit auch recht langsam. Man fährt dort auch Runden, um auf die geforderte Streckenlänge und Zeit zu kommen, fährt jedes Element drei Mal, muss nur rechtzeitig den „Absprung“ ins Ziel schaffen. Für mich überraschend war, dass sich viele Fahrer anscheinend verzählt haben und zwei oder vier statt der vorgegebenen drei Runden über den Parcours gefahren sind. Es gab in der gesamten Saison bei den Fahrern wenige Fehler und Unsicherheiten beim Einhalten des korrekten Streckenverlaufs – nur ausgerechnet bei den letzten Saisonläufen nicht.
Beim ersten Wertungslauf der ersten Veranstaltung hatte ich leider zwei Pylonenfehler und damit 6 Strafsekunden eingesammelt – was für mich trotzdem immerhin noch den fünften Platz bedeutete.
Die Entscheidung in die Meisterschaften und Finalteilnahmen war daher auf die allerletzte Saisonveranstaltung vertagt! Spannender ging es nicht.
Nach dem ersten Wertungslauf der Nachmittagsveranstaltung lagen wir Vier wiederum sehr eng beieinander, ich hatte die schnellste Zeit. Im zweiten Wertungslauf behielten tatsächlich alle Titel- und Endlaufkandidaten die Nerven, zum Glück auch ich. Meine Laufzeit konnte ich bestätigen.
Ergebnis: mein 7. Saisonsieg im 16. Rennen und damit war ich ADAC-Nordbayern-Meister im Slalom Youngster Cup und Bayerischer Junioren-Slalommeister! Geschafft!
Tickets zu den jeweiligen Finalläufen natürlich inklusive.
Endlauftraining am 27.09.25 auf dem Verkehrsübungsplatz Lechner/Fürth
Eine Pause gab es nicht, bereits am Wochenende nach den letzten Saisonläufen stand schon das Endlauftraining an - wiederum in Fürth, wie schon der Lehrgang vor Saisonstart – und zwar im „kleinen“ Kreis, also lediglich für die ersten drei der ADAC-Einsteiger- und der ADAC-Rookiewertung sowie die ersten drei der BMV-Wertung plus jeweils der Nächstplatzierte als „Ersatzfahrer“. Mit dabei natürlich unsere Betreuer und die beiden Corsa. Ein Corsa war testweise mit Semislicks ausgestattet, der andere wie üblich mit Sportreifen – somit waren Vergleichsfahrten der beiden Reifentypen möglich.
Bundesendläufe auf der Kartbahn in Bopfingen am 11.-12.10.25
Die Finalläufe fanden auf der Kartbahn in Bopfingen statt. Das versprach eine recht schnelle Strecke.
Wir sind bereits am Freitag, 10.10.25 hingefahren, damit ich in Ruhe die Papieranmeldung machen und mich mit der Bahn und den Autos vertraut machen konnte. Auch die Kollegen und unsere Betreuer waren schon ab Freitag mit dabei.
Die Einsatzfahrzeuge konnten probegesessen werden: für das ADAC-Bundesfinale gab es zwei Corsa der Vorgängergeneration mit Saugmotoren (unsere haben Turbos, also hieß es Aufpassen beim Anfahren und Finden der richtigen Schaltdrehzahl), für das dmsj-Finale am 12. dann zwei nagelneue Skoda Fabia. Die hatten aber keine Sportsitze, keinen Überrollkäfig, keine Sechspunktgurte, uff…… Da war in Kurven das Festhalten am Lenkrad angesagt. Probefahren war aber nicht möglich, das ganze musste man im Trainingslauf intuitiv herausfinden – und so ganz nebenbei auch noch die Strecke kennenlernen.
Samstag, 11.10., ADAC-Endlauf : Ich leistete mir leider einen Pylonenfehler im ersten Wertungslauf. Der zweite Wertungslauf wurde anders als bei den bisherigen Saisonläufen nicht nach Startnummer, sondern nach Ergebnis des ersten Laufes in umgekehrter Reihenfolge gestartet, so dass ich relativ bald wieder fahren durfte.
Mein zweiter Wertungslauf war ganz ordentlich, doch dann gab es Probleme mit der Lichtschranke bzw. Zeitnahme.
Die recht „lockere“ Handhabe des Zeitplans durch den Veranstalter war sowieso schon kritisch, das haben wir relativ schnell bereits am Vormittag ausgerechnet – das Problem ist der jahreszeitgemäß schon recht frühe Sonnenuntergang, der das natürliche Ende der Wertungsläufe markiert. Die Verzögerung machte den Zeitplan nicht besser. Hinzu kam dann noch, dass ein Rookie einen kleinen Unfall gebaut und die Barriere der Strecke verschoben hat. Die Folge war, dass die Strecke zeitintensiv wieder hergestellt werden musste und der Unfall-Corsa nicht mehr einsatzfähig war. Der Veranstalter hat dann entschieden, dass nur die Rookies den 2. Wertungslauf fahren würden, wobei deren Wertungslauf mit dem Corsa annulliert und mit als Ersatz zur Verfügung stehenden Opel Adam neu gestartet wurde.
Für die Einsteiger war die Veranstaltung fertig. Bei ihnen wurde lediglich der erste Wertungslauf für die Gesamtwertung herangezogen. Na super, das war’s dann für mich. Keine Chance auf Verbesserung. Platz 38 von 51 Startern.

Sonntag, 12.10., dmsj-Endlauf: Der Veranstalter hat die Fehler des Vortages erkannt und den Zeitplan an diesem Tag strikt eingehalten, die Läufe wurden straff durchgezogen. Das Ein- und Aussteigen konnte bei den Skoda auch viel schneller erfolgen, weil er nur über Dreipunktgurte verfügte. Die lassen sich viel schneller anlegen als Vier- oder Sechspunktgurte. Mit Abstrichen aber bei der Sicherheit und der „Körperhaltung“. Man bewegt sich im Gurt viel mehr, muss sich mehr am Lenkrad festhalten und am Sitz abstützen, als dass man vom Gurt gehalten wird.
Die Strecke war wiederum sehr flüssig, der Kurs wurde genau entgegen gesetzt zum Vortag gefahren.
Mir gelangen zwei solide Läufe, die mir als bestplatziertem Fahrer aus Bayern einen 14. Platz von insgesamt 84 Startern einbrachte.
Herzlichen Dank an unsere Betreuer Ferenc Nagy, Markus Schreiber und Jürgen Seibold für die Unterstützung, die vielen Reifenwechsel etc. und natürlich an den AMSC Hammelburg sowie dem ADAC Nordbayern für die Unterstützung bei der tollen Saison!
